Sie ist aus ehemals klösterlichem Besitz. Begütert waren hier die Abtei
Fulda und das Kloster St. Johann zu Magdeburg seit dem Jahr 970. Das Mainzer St.
Stephansstift und die Kartäuser-Mönche seit 1364. Der Boden ist lößhaltig-kiesig,
teilweise herrscht tertiärer Mergel vor. Die Mönchsgewann ist eine Süd-West-Lage.
Wickerer Stein
Auch sie ist eine Süd-West-Lage mit hohem Anteil grober Kieselsteine. Die
erstmalige Erwähnung war 1281 als Besitz der Dechanten von Mainz. Der kiesige
Grund ist teilweise von schwerem tertiären Mergel durchsetzt.
Flörsheimer Herrnberg
Bereits 1270 ist diese Lage im Besitz der Mainzer Domherren, die somit Namensgeber
dieser Lage sind. Der Herrnberg ist eine Südlage mit tiefgründigem
Löß, zum Teil mit hohem Kiesanteil.
Hochheimer Hölle
Diese 36 ha große Südlage war bis im 13. Jahrhundert im Besitz des
Kölner Domkapitels, das 1273 Hochheim mit "Land und Leuten" an
das Mainzer Domkapitel verkaufte. Auf tiefgründigem Löß, mit
kiesigem Untergrund, wachsen gehaltvolle, wuchtige Weine, die zu großen
Gewächsen reifen können.
Der Nonnberg
In einer Urkunde vom 13.01.1281 tauschen die Klöster Retters im Taunus
und das Nonnenkloster Tiefenthal im Rheingau Grundstücke aus. Erwähnt
wird dabei erstmals ein Nonnen(wein)berg in Wicker. 1791 wird der Nonnenweinberg
mit einer Größe von 5 Morgen in bester Lage genannt und vom Ortsgericht
mit 3500 Gulden taxiert. Der Besitz der Nonnen ging, da diese in Geldnöten
waren, in das Eigentum des Domkapitels zu Mainz über. Im Jahr 1806 ging
der Weinberg in den Besitz des Herzogtums Nassau und wurde ein Jahr später
für 5255 Gulden versteigert. Seit 2004 gehört der Nonnberg zu unserem
Weingut. Der Boden dieser klassifizierten Lage besteht aus Löß-Lehm
und tertiärem Mergel und bringt große Weine mit viel Stoff, Fülle
und langer Lebensdauer hervor. Wir haben uns ganz der Pflege dieser großen
Lage verschrieben.
Erste Lagen, Erste Gewächse
Bereits im 16. Jahrhundert ereiferte sich Landgraf Wilhelm der Weise über
sein Hofgesinde, das unter anderem nur Wickerer Weine, "so wir mit großen
Kosten vor Fremde einkaufen lassen" eingeschenkt haben will und 1666 zählt
der Weinkenner Mutius Jungfisch als sehr gute Weine den Deidesheimer, den Wickerer,
den Hochheimer und den Rüdesheimer Wein auf. Was man damals wusste, hat
auch heute noch Gültigkeit. Aufgrund eines, von den Rheingauer Winzern
in Auftrag gegebenen Klimagutachtens, haben wir seit 1999 erstmals eine Lagenklassifizierung
im Rheingau. Klassifizierte Lagen, im Rheingau "Erste Lagen" genannt,
sind von Boden und Klima hochbegünstigte Weinbauflächen, die zur Erzeugung
herausragender Spitzenweine dienen. Etwa 80% unserer Flächen in Wicker,
Flörsheim und Hochheim sind offiziell klassifiziert.
Dies ist der beste Beweis für den exzellenten Standort unseres Weingutes.
Diese Weine, die "Ersten Gewächse", sind mit dem Gütezeichen
versehen. Sie sind das Ergebnis großer Lagen und sorgsamer Vinifizierung.